Heiliger Abalbert Markt

Die Tradition dieses Marktes reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im XIX Jh., genau in Ciechanowiec, wurde der einzige Markt, der mehrere Tage gedauert hat, veranstaltet. Der Markt in Ciechanowiec dauerte sieben Tage und deswegen kamen hierher viele Händler aus dem Ausland.
Das Museum wollte an diese Tradition anknüpfen und seit den neunziger Jahren versucht es einen ähnlichen Markt wieder herzustellen. Am 23. April, zum Namenstag von Abalbert, organisiert das Museum diesen Markt, der die touristische Saison in Ciechanowiec eröffnet.
Dorthin werden Volkskünstler, Händler und Gärtner eingeladen. Den ganzen Tag werden die Menschen auf dem Markt von Volksmusikgruppen, Einzelmusikern und Kapellen begleitet.

 

Der Treffen der Landsedelmänner von Umkreis Wysokie Mazowieckie.Die lebendige Geschichte

Sei 2005 organisieren die Kreisverwaltung, der Narew - Nationalpark und das Museum für Landwirtschaft in Ciechanowiec ein zweitägiges Kultur-Unterhaltungsfest. Während dieser Veranstaltung wird die Tradition und die Geschichte der polnischen Landedelmänner vorgeführt.Das Fest findet im Ort Kurów, der sich in Narew - Nationalpark befindet und in Ciechanowiec im Museum für Landwirtschaft, statt.
Das Programm des Festes ist sehr vielfältig. Die Ereignisse verlaufen laut Plan nach einem Motto. Die Gäste lernen die Landedelmännermode aus dem XVII Jh. kennen, die alten Hochzeitsitten, die Tatzen, die politische Aktivitäten und Vorgehen. Ebenso sehenswert sind die Präsentation der schwedischen und russischen Armeen, das Fechten und das Reiten sowie die Vorführungen von Feuerschluckern und Gauklern.
Während des Festes werden Wettbewerbe für Zuschauer durchgeführ. Man kann das traditionelle Essen probieren, welches an den zahlreichen Ständen im Angebot ist, die Werke der Volkskünstler ansehen und kaufen oder Antiquitäten an den Ständen erwerben.

 

Die Kränze auf dem Fluss Nurzec

Dies ist eines der ältesten Ereignisse in Ciechanowiec. Erstmals gab es sie im Jahre 1976. Das Fest wird am Samstag, der am nächsten der Johannisnacht liegt, organisiert. Hauptpunkt des Festes ist der Wettbewerb, wer den schönsten Kranz auf das Wasser des Flusses geworfen hat, welcher Kranz am längsten von Anfang des Festes bis zum Schluss auf dem Wasser bleibt. Nach der Entscheidung und der Preisverleihung werden die Kränze beleuchtet durch zahlreiche Kerzen im Dunklen über den Teich in die Strömung des Flusses gebracht und dort los gelassen.
Während der Zeit des Festes kann man an den zahlreichen Ständen essen und trinken und dabei den Musikgruppen zuhören. Die Feuerwerksvorführung beendet diese Veranstaltung.

 

Wettbewerb in Kutschenfahren in Podlasie

2005 wurde zum ersten Mal der Wettbewerb in Podlasie im Kutschenfahren um den Pokal vom Bürgermeister der Stadt Ciechanowiec von dem „Gepard“ - Sportreitenclub und dem Stadtkulturzentrum organisiert.
Er fängt mit der kirchlichen Messe an. Danach folgt der Marsch des Zuges und der Reiter auf den Platz des Clubs „Gepard“, wo der Wettbewerb stattfindet. Der Höhepunkt des Programms, also der Wettbewerb im Kutschenfahren, läuft in zwei Kategorien ab: Einzelgespanne und Doppelgespanne.
Nach dem Wettbewerb gibt es eine Vorführung der Herrschen der Säbel und der Lanze vom „Sport-Reiter Verein - 10 Regiment der Lituan Ulanen“ aus Grabów. Die ganze Zeit kann man die Trachten der Landedelmänner sehen, die von den Mitgliedern der „Kurkowe“ Bruderschaft getragen werden, Landsedelmännerrufen hören und Kanonensalven.
Im Programm sind Auftritte von Landmusikergruppen und anderen vorgesehen, und zum Abschluss das große Feuerwerk.

 

Brotfest in Podlasie

Das erste Brotfest fand 2001 statt. Während des Brotfestes kommen mehrere Feste, die in der Stadt Ciechanowiec und im Museum veranstaltet werden, zusammen. Dazu gehören: Polenmeisterschaft der Bäcker im Angeln mit Posen auf dem Fluss Nurzec, das Turnier der Schulzenamten, der Reigen von der Kirche zum Museum, Segnung der Landwirtschaftlichentiere, Erntefestzeremonien (es werden die alte Sitten präsentiert, wie das Mähen mit der Sichel und mit der Sense, ..... ).
Im Laufe des Nachmittags werden die Wettbewerbs entschieden, die seit morgens früh dauern z.B. der Wettbewerb für den besten Bäckereistand und der Wettbewerb im Gebinde machen, die während des Festes in der Kirche Kräuter Mutter Maria gesegnet worden sind.
Den ganzen Tag über sind die Bäckerei-, Handels- und Handwerksstände zugänglich. Man kann auch Volkskapellen und verschiedene Musikgruppen anhören.

 

Instrumenten-Spiel-Wettbewerb auf dem Volks - und Hirteninstrumenten „Ligawki“

Der erste „Ligawki“ Wettbewerb hat in Ciechanowiec im Jahre 1974 stattgefunden. Seit dem Jahre 1980 wurde er zu einem gesamtpolnischen Wettbewerb des Spiels auf diesen Instrumenten.
Jedes Jahr nehmen über 100 Personen aus ganz Polen an diesem Wettbewerb teil. Die Teilnehmer sind zwischen 3 bis 86 Jahre alt. Seit den letzten Jahren nehmen auch Litauer, Deutsche, Irländer, Ukrainer, Spanier und die Australier daran teil. 2006 wurde der Wettbewerb auf den Namen von Kazimierz Uszyński umbenannt. Er war langjähriger Direktor des Museums und der Urheber dieser Veranstaltung.
Der Wettbewerb wird immer am ersten Samstag und Sonntag des Advents ausgetragen und in mehreren Disziplinen: Kinder und Erwachsene, Wettbewerb im Spiel auf dem Hirteninstrument - Ligawka, Wettbewerb im Spiel auf dem Hirteninstrument - Trombica, Wettbewerb im Spiel auf anderen Hirteninstrumenten.

 

 

 

 

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Das Museum für Landwirtschaft in Ciechanowiec ist aus der Initiative des Vereines Ciechanowiec - Freunde entstanden. Am 05.07.1964 gab es die offizielle Eröffnung des Gesellschaftsmuseums für Landwirtschaft, das man 1968 verstaatlichte. Das Museum befand sich anfangs in dem alten Feuerwehrhaus und im Dezember 1967 zog es in den neu aufgebauten Palast des Grafen Starzeńskich in Ciechanowiec – Nowodwory um.

Schon 1967 fing man auf dem zum Palast gehörendem Areal mit dem Aufbau eines Freilichtmuseums an. Im Juli wurde hierher das erste Objekt gebracht, das Manege Göpelwerk auf dem Grundriss eines Achteckes aus Usza Wielka. Heute bilden das Freilichtmuseum 44 historische denkmalgeschützte Objekte aus den Jahren XVIII Jh.- XX Jh.

Die Entwicklung des Museums nahm viel Zeit in Anspruch und umfasst derzeit 26 ha Land, besitzt zwei Außenstellen, eine in Drewnowo ( Windmühle mit dem Gehöft des Mühlmannes ) und in Dąbrowa Łazy ( Windmühle ) und acht Abteilungen. Diese sind:

  • Ethnografische Abteilung - die älteste Abteilung im Museum, die über 10 000 Exponate beinhaltet
  • Geschichtliche und Artistische Abteilung - die Historische - Abteilung beinhaltet über 4000 Exponate und die Artistische - Abteilung über 1 000 Exponate
  • Landbau - Mazowiecko-Podlaski Freilichtmuseum, das nach dem Projekt von Professor Ignacy Felicjan Tłoczek entstanden ist, ein ausgezeichneter Kenner von Architektur und Landbaustruktur in Polen
  • Landwirtschaftstechnik - über 700 Maschinen, Geräte und Dokumente bezüglich weitverbreiteter Landwirtschaftstechnik
  • Geschichte des Landwirtschaftspflanzeanbaus - beschäftigt sich mit dem sammeln, bearbeiten und verbreiten von Wissen über die Erlebnisse der Landbearbeitung und Nutzpflanzenanbaues auf polnischem Boden
  • Geschichte der Zucht und der Kultur von Landwirtschaftstieren - beschäftigt sich mit sammeln und wissenschaftlichen Bearbeitung, dem bewahren und verbreiten von allem, was die Geschichte der Tierhaltung abbildet. In Rahmen dieser Abteilung sind im Freilichtmuseum die Schafarten: Wrzosówki, świniarki, und zielononóżki kuropatwiane gezüchtet worden.
  • Kräutertradition - zu dauerhaften Aufgaben dieser Abteilung ist die Pflege des Pflanzengarten, die für die ärztliche Kunst gebraucht werden können. Er ist nach dem „ Dykcjonariusz roslinny“ von Krzysztof Kluk angelegt.
  • Veterinärmuseum – wurde im Jahre 1982 eröffnet. Formell bleibt dieses eine Abteilung des Museum für Landwirtschaft, aber auf Grund des einzigartigen Themas, Ganzheitsbestandes und Bedeutung für das Veterinär - geschichtliche Milieu wurde es zum Range des Museum erhoben.

 

 

 

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Dreifaltigkeit Kirche

Die heutige Kirche wurde durch die Stiftung des Priesters Franciszek Ossoliński in den Jahren 1736-1739 von dem Architekten Johannes Klug ausgeführt und gebaut. Die Kirche zeigt eine für den Barock typische Ausführung. Die Innenausstattung besteht hauptsächlich aus spätbarocken Schnitzwerken. Wenn man die Kirche besichtigt, kann man das Epitaph von 1848 mit der Marmorbüste des Priesters Krzysztof Kluk sehen, die von dem im polnischen Klassizismus bekannten Bildhauer - Jakub Tatarkiewicz gemacht wurde sowie den Grabschriften Beachtung schenken. In Presbyterium befinden sich eine Erinnerungstafel von Katarina Jabłonowska aus der Ossoliński Familie und die Grabtafel von Justyn Ciecierski. In der Mitte der Kirche kann man vor allem die italienische Kopie des Bildes von Carl Maratti aus dem XVIII. Jahrhundert, das Bild „ Madonna mit Kupfer Oberteil“ und das Bild des Heilige Nikolaus betrachten.

 

Kloster- Krankenhaus-Komplex

Der Kloster-Komplex vom Schwesternkloster „Szarytki“ und das Krankenhaus wurden von der Ossolińskis Familie gegründet und gestiftet. Das Krankenhaus ist mehrmals abgebrannt. Nach dem Feuer im Jahre 1915 wurde es durch die Magistratsitzbestimmung von 1925 wieder aufgebaut. Die nächste Zerstörung folgte 1944 und der Wiederaufbau in den Jahren 1954-1960. Es wurde wieder als dreistöckiges Krankenhaus aufgebaut, wobei durch die Änderungen die Eigenschaften der Architektur des Gebäudes verloren gingen. Von dem alten Kloster-Komplex sind nur das Einfahrttor mit den Daten 1737-1925, ein Fragment der Wand des ehemaligen Klosters und ein nicht schlecht erhaltener Steinzaun übrig geblieben, der den alten Schwesterbesitz umzäunte.

 

Denkmal von Krzysztof Klug

Im Jahre 1850 wurde auf dem Hauptmarkt in Ciechanowiec, das Denkmal von Krzysztof Klug enthüllt. Er wurde von dem ehemaligen Besitzer von Ciechanowiec, Stefan Ciecierski, gestiftet und von Jakub Tatarkiewicz, einem bekanntem polnischen, Bildhauer gestaltet. Während des II. Weltkrieges, um eine Zerstörung zu vermeiden, wurde das Monument auf den Kirchenvorplatz aufgestellt. Mit Hilfe der Stiftung von Stefan Ciecierski wurde die Statue des Heiligen Florian, Schutzheiliger der Feuerwehr, geschaffen. Es wurde von dem Bildhauer aus Sandstein gefertigt.

 

Russisch-orthodoxe Kirche

Die Russisch-orthodoxe Kirche wurde im Jahr 1884 an der Stelle der alten abgebauten Unionskirche gebaut. Die alte Innenausstattung ist nicht erhalten. Es gibt auch keine Bilddokumentation, die helfen würde, alles wieder herzustellen. Während des II. Weltkrieges war die Russisch-orthodoxe Kirche ein Ort, wo Zivilisten hingerichtet wurden. Als Erinnerungszeichen dafür gibt es dort eine Gedenktafel.

 

Die Bebauung des Marktes

Der linksseitige Teil von Ciechanowiec hatte zwei Märkte, die sich durch Eckhäuser ergänzten. Der repräsentative Markt wurde im XVIII. Jahrhundert von der westlichen Seite mit dem Kirchen-Komplex, von nördlichen Seite mit dem Kloster-Komplex und von südlichen Seite mit dem Pfarrhaus zugebaut. Der Handelsmarkt war viel größer und in Form eines Rechteckes. Von den Marktecken gingen die Hauptgangsstrassen aus. Von der alten Bebauung ist nur ein einstöckiges Haus aus dem XIX. Jahrhundert und ein mehrstöckiges Haus, das Anfang des XIX. Jahrhunderts gebaut wurde, erhalten geblieben. Der rechtseitige Teil von Ciechanowiec hatte einen eigenen Hauptmarkt in Form eines Dreieckes, der mittlerweile zu einer staatlichen Grünanlage gemacht wurde und auch gerne genutzt wird. Aus der alten Bebauung wurden einige Gebäude aus Holz und Ziegeln an der Łomżyńskastrasse und ein gemauertes Etagenhaus aus dem XIX. Jahrhundert an der Ecke des Marktes erhalten.

 

Schloss-Park- Komplex (Museum für Landwirtschaft)

Bis heute mit kleinen Veränderungen erhalten geblieben ist der Komplex aus höfischen Gebäuden und Resten des landschaftlichen Parks, entstanden in der Mitte des XIX. Jahrhunderts. Das heutige, asymmetrische Gebäude und die nah an den Klassizismus liegenden Elemente, und vor allem die mit den Kolumnen ausgestaltete Empore mit reich geschmückten Simsen und Fensterumrahmungen wurden von Julian Ankiewicz entworfen.

Eine Sonderbehandlung der architektonischen Details in den ehemaligen gemauerten Gebäuden des Pferdestalles, den Garagen, der Wassermühle aus Holz vom 1886, deuten auf einen Zusammenhang des Künstlers mit der bayerischen Architektur aus dem gleichen Jahrhundert hin. Einen etwas anderen Charakter zeigen das Hinterhaus und eine romantische Verteidigungsmauer um den Garten, die von einer Eckbastei beherrscht werden.

Sicherlich, im gleichen Maße für wirtschaftliche, höfische Zwecke, wie für die Abwechslung der Parklandschaft geeignet, wurde am Auslauf des durchfliesenden Parkteiches, die Wassermühle aus Holz lokalisiert.In enger Verbindung mit den höfischen Gebäuden blieben die Häuser an der Palaststrasse, die von den Bediensteten bewohnt waren. Direkt hinter dem Tor befand sich das Forsthaus, etwas weiter an der Straßenkreuzung drei Gebäude für die Bediensteten. Eines davon hat seinen ursprünglichen, architektonischen Charakter behalten.

 

Freilicht Museum Masovien-Podlasie

Die Ausstellung im Freien, die im Jahre 1970 entstanden ist, bilden die alten, dörflichen, aus Holz gebauten Häuser, die aus den Grenzgebiet zwischen Masovien und Podlasie kommen. Sie stellen verschiedene architektonische Typen und Bautechniken dar. Der Freilichtmuseumskomplex wurde auf drei Teilen aufgeteilt.

Teil „A“ – Nord-östlich liegt an der Stelle, wo es damals den höfischen Obstgarten gab. Bis heute blieben nur drei Bäume, die um 1915 eingepflanzt wurden, erhalten. Hier befinden sich hochwertige, dörfliche Holzhäuser, die in bestimmter Form, dem Edelhof, zusammen gestellt wurden. Als vereinfachte Darstellung der gesellschaftlichen Übersicht des Dorfes im XIX und XX Jahrhundert. Die Mitte der städtebaulichen Struktur erfüllt die Wiese, wo sich die Brunnen-Ziehstange, ein paar Bäume und die Weide befinden.

Teil „B“ – Süd-westlich liegt da, wo damals der höfische Gemüsegarten war. Die Bebauung der Ausstellung wird durch zwei Gehöfte, den Kornspeicherkomplex und die Bauernscheune präsentieren.

Teil „C“ liegt auf der andern Seite der Palaststrasse. An dieser Stelle ist der alte Waldbestand des Parks geblieben.

In den Gebäuden des Freilichtmuseums sind ethnografischen Sammlungen, die das alltäglichen Leben der Dorfbewohner, altes Dorfhandwerk und die Züchtung der einheimischen Tierrassen wie verschiedener Schafsarten und Hühner darstellt, präsentiert.

 

Das Dorf - Pobikry
Die Kirche vom heilige Stanisław - Bischof und Märtyrer

Die heutige Kirche wurde im Jahre 1857-60 auf Kosten von Stefan Ciecierski nach dem Projekt des Warschauer Architekten Ernest Bauman gebaut. Sie ist im neogotischen Stil gehalten und nicht verputzt. Im Friedhofszaun, der aus nicht verputzten Ziegeln gebaut ist, befinden sich die bemerkenswerten Tore.
1. Von westlichen Seite, in Form der dreifachen, scharfbogigen Arkade.
2. Von nördlichen Seite, die damals als Übergang zu naheliegenden Friedhof gedient hat und als Leichenhalle benutzt wurde. Sie wurde nach quadratischem Vorbild gebaut und mit einem vierfach abfallendem Dach bedeckt.
Auf dem Friedhof befinden sich Grabkrypten ca. aus dem 1900 Jahrhundert und der aus 1881 Gusseiserne Zaun sowie das Gusseisen, gegossenen Kreuz.

 

Das höfische Hinterhaus

Das höfische Hinterhaus ist aus dem XIX Jahrhundert. Zuerst als Landadelshaus für die Familie Ciecierski gedacht, wurde es aber nur als Hinterhaus benutzt. Es ist ein im klassizistischen Stil, aus Holz, in Gebälkkonstruktion, verputztes Parterrehaus, in Form eines langen Rechtecks gebautes Gebäude. Im Südosten befinden sich die Reste des zerstörten Parks und die dort hinführende Einfahrtsallee sowie das im Jahre 1861 aufgestellte Straßenkreuz.

 

Das Dorf - Winna Poświętna
Die Kirche der heiligen Dorothea - Jungfrau und Märtyrerin

Die Kirche wurde im Jahre 1696 auf Kosten des Schwertträgers der Erde der Stadt Nur, Andrzej Jabłonowski Grzymała und seiner Frau Urszula aus der Skiwski Familie, gebaut. Das Fundament ist aus Feldsteinen, der Rest aus Holz, in Gebälkkonstruktion verstärkt mit Fuchsschwanz und Verschalungen. Der Altar ist im Barockstil gehalten. Neben der Kirche steht gegenwärtig, der mit Barockglocken ausgestattete Glockenturm erbaut aus Holz, zweistöckig, in Gebälkkonstruktion, auch mit Feldsteinfundament und mit Schindelzeltdach. Die erste Datierung der Glocke verweist auf 1652 und ist mit einer Signierung von August Koelsch, Glockengießer aus Thorn, versehen.
1. Die zweite Signierung aus dem Jahre 1757 geht auf die Bemühung des Pfarrer Idzi Dąbrowski zurück, der sie erneut gießen ließ.
Auf dem Friedhof, der sich neben der Kirche befindet, gibt es klassizistische Grabmale aus der ersten Hälfte des XIX Jahrhundert. In der Mauer sind klassische Epitaphe aus dem zweitem Viertel des XIX Jahrhundert in graviert. Der Friedhof, wo die Menschen bis heute begraben werden, ist mit Sandsteinplatten mit den Wappen von Jelit Tchórznicki: Viktor, Matheus, die Söhne von Wojciech, den Besitzer des Dörfes Winna, von 1794 versehen.

 

 

 

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Der Anfang der Stadt Ciechanowiec reicht bis ins XIII. Jahrhundert zurück. Schon in der frühen Geschichte der Stadt wurde als Erstes die Abwehrburg, die zur Kastellanei gehörte, erwähnt. Stadtrechte bekam Ciechanowiec vermutlich am Anfang des XV. Jahrhunderts, vom Händen des Masovia Prinz Janusz I der Grosse. Aus dem Jahre 1434 kommt die erste Quellenotiz über einen Bürger aus Ciechanowiec. Seit 1446 gibt es in Ciechanowiec die römisch-katholische Pfarrei. Ciechanowiec, von seinem Entstehung bis der Anfang des XX Jahrhundert, gehörte vielen Familien: Kiszków, Ciechanowieckich, Bremerów, Jabłonowskich i Ossolińskich, Szczuków, Ciecierskich i Starzeńskich. Auf Grund ihrer Lage war sie ein sehr wichtiges Handelsstrassen- und Abwehrzentrum. Um die Jahreswende XIV-XV führte durch Ciechanowiec eine der wichtigsten Wege aus Masovien nach Lituan.

In den späteren Jahren wurde Ciechanowiec mehrmals zerstört: während des schwedische Einfalles im Jahre 1655-1660, im II. Nordkrieg / nördlichen Krieg 1700-1721, im polnisch - russischen Krieg von 1792 und dem Kościuszkoaufstand von 1794. Nach der III. Teilung befand sich die Stadt kurz unter preußischen Macht (1795-1806). Nach der Napoleonsepoche erfolgte die dauerhafte Gliederung der Stadt auf die linksseitige alte Stadt und rechtsseitige neue Stadt.

Während der Zeit der Teilung entwickelte sich Ciechanowiec ziemlich gut. Kurz vor dem I. Weltkrieg zählte die Stadt ca. 15 000 Einwohner. Es gab etwa hundert Industriebetriebe und etwa drei hundert Handelspunkte / -stationen. Während des I. Weltkrieges und dem polnisch-russischen Krieg 1920 wurden 65% der Stadt zerstört. Die Zahl der Bevölkerung sank unter 5 000 Menschen. Der langsame Aufbau der Stadt Ciechanowiec wurde durch den II. Weltkrieg unterbrochen. Die doppelte Belagerung der Russen in den Jahren 1939-1941 und durch die Deutschen von 1941-1944 verursachte weitere Vernichtungen. Es wurde 85% der städtischen Infrastruktur verbrannt. Dadurch sank die Zahl der Einwohner auf unter 2 000.

Nach der Befreiung bildete sich in Ciechanowiec im Oktober 1944 der Städtische Nationalrat. Die wichtigsten Tätigkeiten, die durch die Bevölkerung der Stadt Ciechanowiec getätigt wurden, waren die Entstehung der Handels-, und Nahrungs- Genossenschaft „Einheit“- „ Jedność“ und die Organisation des Koedukationsgymnasiums der Stadt. In den kommenden Jahren wurden der Bau von einem Sanitätslandeplatz (1951), der Aufbau des Stadtkrankenhauses (1956), Apotheken und Bäckereien (1963), des Feuerwehrhauses, der Bücherei / Buchhandlung und des Staatlichen Maschinenzentrums (1966) vorgenommen, und man fing an mit dem Bau der Wassersperre und dem touristischen Zentrum „Nurzec“ auf dem Fluss Nurzec.

Alle Bemühungen wurden anerkannt und ausgezeichnet.1966 bekam Ciechanowiec den I. Preis aus Białystok für Städte bis 5 000 Einwohner verliehen.1971 erwarb Ciechanowiec im Gesamtpolnischen Wettbewerb den Titel „Meister des Hauswirtschaftlich / Häuslichkeit“ in dieser Gruppe und 1974 wurde ihr der Titel „Hauptmeister des Hauswirtschaftlich / Häuslichkeit“ verliehen.1975 wurde die Stadt Ciechanowiec mit dem Orden Polonia Restituta der Komtur geehrt.

Im Bereich der Kultur war das wichtigste Ereignis 1962 die Entstehung der „Gesellschaft für Ciechanowiec – Freunde“, die dazu geführt hat, dass in Ciechanowiec 1963 das Museum für Landwirtschaft von K. Kluk, heute haupttouristische Attraktion und Zentrum der kulturellen Ereignissen, in unserer Stadt, entstanden ist.

 

 

 

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